Am 16. Mai kommt der Frühling:

prager frühling

Magazin für Freiheit und Sozialismus

Die Erstausgabe erscheint am 16. Mai 2008.
Mehr ab sofort auf der Website www.prager-fruehling-magazin.de.

Im prager frühling * Magazin für Freiheit und Sozialismus kommt kritische Theorie und Praxis zu Wort. Kultur, Leben, Politik: Bei uns haben die Diskussionen in und um die Linke genauso Platz wie Popmusik und Alltagsfragen.

Du willst prager frühling unterstützen? Dann mach das Abo und schenke Deinen FreundInnen zum Geburtstag den prager frühling (Geschenkabos können auch hier bestellt werden, Einzelhefte hier).

Du willst prager frühling pop-pop-populärer machen? Dann hol Dir beim VSA-Verlag ein paar mehr Ausgaben und verklopp die Dinger. Oder überrede einen Buchladen in Deiner Umgebung, das Magazin in sein Sortiment aufzunehmen und melde ihn beim Verlag.

Du willst, dass prager frühling auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann? Dann werbe Mitglieder für den Förderverein.

Du willst über alles Weitere informiert werden? Dann trag Dich in den Newsletter ein.
Aktuelle Kurzmeldungen findest Du im Redaktionsblog, Leseproben des aktuellen Heftes unter Ausgaben und zusätzliche Artikel in der LesBar.

Die Website zum Magazin prager frühling: www.prager-fruehling-magazin.de

 
Herausgeber und Redaktion
Herausgegeben vom Verein "Freundinnen und Freunde des Prager Frühling e.V.",
Redaktion: Katja Kipping, Lena Kreck, Kolja Möller, Norbert Schepers, Jörg Schindler.

Die AutorInnen der ersten Ausgabe
Frigga Haug, Thomas Seibert, Hans-Jürgen Urban, Rosemarie Will, Michel Friedman, Tobias Schulze, Yiannis Bournous, Fabio Amato, Jule Nagel, Robert Misik, Rossana Rossanda, Daniela Dahn, Florian Havemann, Susanne Götze, Uwe Schaarschmidt, Christoph Spehr, Cornelia Möhring, Christiane Graf, Thomas Lohmeier, Stefan Janson, Dominik Düber, Incrediboy, Manuela Kay, Matthias Kreck, Caren Lay.

Folgende Menschen aus Politik, Wissenschaft und Kultur beantworten die Gretchenfrage "Wie hältst du es mit dem Prager Frühling": Lothar Bisky, Julia Bonk, Peter Brandt, Ellen Brombacher, Franziska Drohsel, Dagmar Enkelmann, Oskar Lafontaine, Ulrich Maurer, Anja NN, Bodo Ramelow, Lady Bitch Ray, Lucy Redler, Jussi Saramo, Julia Seeliger.

Und natürlich haben die RedakteurInnen Katja Kipping, Lena Kreck, Kolja Möller, Norbert Schepers und Jörg Schindler ebenfalls geschrieben.

Das Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind gewarnt worden. Der Titel dieses Magazins sei "mutig", führe zu falschen Zuordnungen, wecke unterschwellig Abwehr und Antipathie. Zugegeben: prager frühling ist nicht nur ein meteorologischer Verweis auf den Erscheinungsmonat Mai. prager frühling ist unser Verweis auf einen überfälligen Perspektivenwechsel – ökonomisch, demokratisch wie kulturell. Als im Jahr 1968 viele BürgerInnen der damaligen CSSR, darunter auch viele erklärte KommunistInnen, versuchten, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu schaffen, war der real existierende Sozialismus bereits – heute wissen wir das – gescheitert: in ökonomischer, humanistischer und politisch-demokratischer Hinsicht, nicht zuletzt intellektuell und kulturell.

Aus der Krise des Poststalinismus entstand eine vielfältige und lebendige linke Diskussion; im Osten wie in der Linken Westeuropas. Ihr Maßstab: Sozialismus mit Freiheit und Demokratie tatsächlich vereint, und zugleich eine kulturelle Befreiung. Der Prager Frühling markierte also den Bruch mit den archaischen Sozialismusvarianten der Arbeiterschließfächer mit angeschlossener Kleingartensparte und jahrelanger Wartezeit auf den Trabbi. Es war zugleich der Bruch mit einer paternalistischen Sozialismuskonzeption, die das Ziel der Umwerfung aller Unterdrückungsverhältnisse aufgegeben und statt dessen auf gedankliche Uniformen und kulturelle Rangabzeichen gesetzt hatte.

Wir, die Redaktion des prager frühling und nicht nur wir, stehen auch heute für diesen Bruch. Die Linke in der BRD hat in den letzten drei Jahren enorm viel erreicht. Die endgültige Marginalisierung aller Gedanken, die nicht dem Markt, dem Recht des Stärkeren und der Natur der Ungleichheit ewige Gültigkeit zusprechen, konnte vorläufig abgewendet werden. Doch Zeit zum gemütlichen Einrichten wird und soll es nicht geben. Was jetzt ansteht ist eine Neubegründung linker Politik. Sie braucht mehr als eine organisatorische Zusammenführung und rechnerische Mehrheiten in Parlamenten. Notwendig ist ein gemeinsames Projekt der gesellschaftlichen Linken, um auf Hegemonieverhältnisse Einfluss zu nehmen.

In prager frühling soll deshalb kritische Theorie und Praxis zu Wort kommen. Jede Wahrheit ist gezwungen, den radikalen Widerspruch aktiv auszuhalten, und jede Selbstverständlichkeit die radikale Kritik: Deshalb ist mit prager frühling Stalinismus, bornierter Avantgardismus und Strickjäckchenspießertum nicht zu machen. Als sozialistisches Magazin wollen wir ein Quentchen dazu beitragen, dass Sozialismus wieder in den Köpfen und Herzen der Menschen mit Frühlingsblumen statt mit dem Aschgrau der WBS70-Wohnblockreihen oder den machtlosen Ritualen längst vergangener Zeiten verknüpft wird.

Statt phraseologischer Überlegenheit linker Politik setzen wir auf ökonomische, demokratische und kulturelle Überlegenheit. Wir wünschen die Ablösung des staubtrockenen Parteichinesisch durch tausend blühende Blumen- und Partykulturen herbei. Wir haben uns mit prager frühling also viel vorgenommen. Ihr seid jetzt ebenfalls gewarnt.

Die Redaktion

Impressum und Kontakte
Kontakt zum Herausgeber und zur Redaktion:
Magazin prager frühling, c/o RA Schindler, Fischerinsel 10, 10179 Berlin
Telefon: +49 30 20671609 Fax: +49 30 20671622
Mail:
Web: www.prager-fruehling-magazin.de

Rechtlich verantwortlich:
Lena Kreck (i.S.d. Presserechts), Norbert Schepers (für diese Website)

Gestaltung: Berliner Botschaft - Gesellschaft für Kommunikation mbH
Druck: DMP Digital- und Offsetdruck GmbH

Verlag:
VSA: Verlag, St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg
Telefon: +49 40 28095277-0 Fax: +49 40 28095277-50
Mail:
Web: www.vsa-verlag.de

ISSN 1866-5764

Bezug
Abonnement:
Das Magazin prager frühling erscheint mit drei Ausgaben im Jahr
(Februar, Juni, Oktober) im VSA: Verlag mit ca. 60 Seiten je Ausgabe. Die Erstausgabe erscheint am 16. Mai 2008, die zweite Ausgabe im Oktober 2008.
Bezugsbedingungen:
Einzelheft: 5 €, Jahresabonnement: 15 €, Förderabonnement: mindestens 30 €
Abbestellung mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Abojahres.

Bestellungen bitte an den Verlag oder auf dieser Website.

Konto für Abonnements und Spenden:
Kontoinhaber: VSA: Verlag, Kontonummer: 1224125532, BLZ: 200 505 50,
Hamburger Sparkasse, Stichwort: Abonnement prager frühling


© 2008: Redaktion prager frühling, Berlin / VSA: Verlag, Hamburg
Nach oben | Vorherige Seite | www.prager-fruehling-magazin.de